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Ab 27 Oktober 2017 - Neue Kurse "Selbstverteidigung" und "Kinder Karate" in der Karate Schule Agathenburg Stade! Bei einem Angriff ist sich wehren die bessere Strategie. In unserem Unterricht können Frauen und Mädchen, Männer und Jungs lernen, sich in einer Gefährdungssituation selbst zu helfen. Deshalb bieten wir die Möglichkeit mit dabei zu sein. Lerne Dich Selbst kennen - Dich Selbst zu beherrschen - Dich Selbst zu verteidigen!Die Kampfsportschule für den Bereich Buxtehude - Stade.(Shotokan, Karate, Iaido, Kyusho Jitsu, Kobudo, Waffen, Gewaltprävention, Kampfsport, Kampfunst)

 

 

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09.08.06 Stader Mittwochsjournal

Agathenburg Schauplatz eines Kampfkünste-Lehrgangs der ganz besonderen Art

Karate auch im RollstuhlMehr als 50 Teilnehmer bewiesen, dass Behinderte den Kampfsport Karate ausüben können.

Agathenburg (mj). Karate aus dem Rollstuhl heraus, geht denn das? Natürlich. Das bewiesen mehr als 50 Kampfsportler mit und ohne Behinderung bei ihrem diesjährigen barrierefreien Budo- Bundeslehrgang, der zum zweiten Mal erfolgreich in Agathenburg über die Bühne gegangen ist. Eingeladen dazu hatte das Seishin Shintai Kyokai Kampfkunstdojo Stade e.V. um den Dojoleiter Norman Goly. Goly kümmerte sich mit seinem Karate-Team ehrenamtlich um die perfekte Organisation vor Ort.

Verpflegung, Unterkunft, Fahrdienst, Unterricht, – die Agathenburger hatten alles fest im Griff, denn die angereisten behinderten und nicht behinderten Teilnehmer nahmen für das Lehrgangswochenende teilweise enorme Entfernungen in Kauf. „Obwohl zeitlich eng bin ich mit meiner Gruppe selbstverständlich dabei“, so Dirk Tannert aus Potsdam, der durch Ausfall des Reisebusses kurzzeitig in enorme Schwierigkeiten geraten war. Er und seine Kämpfer wissen ganz genau, dass im Agathenburger Dojo nicht nur von Behindertenintegration geredet, sondern sie auch erfolgreich praktiziert wird.

 

Zu den diesjährigen Referenten zählten neben dem Karateka Norman Goly aus Agathenburg, auch der Bremerhavener Profilehrer für Selbstverteidigung für behinderte Menschen, Holger Liedtke, und der Potsdamer Aikempo- Lehrer Dirk Tannert. Sie boten auch dieses Mal so einiges in den mehr als zehn Seminarstunden, die auch Agathenburger Karatekas mit gestalten durften. Sie wussten ganz genau, dass Menschen mit Behinderungen häufig benachteiligt werden. Auf solchen Lehrgängen haben sie die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten auszutauschen und sich verteidigen zu lernen. Die Referenten suchen Standard-Selbstverteidigungstechniken aus, die zur jeweiligen Behinderung passen, oder modifizieren die Techniken solange, bis sie funktionieren. „Bisher haben wir für jeden ein geeignetes Selbstverteidigungskonzept gefunden“, so Holger Liedtke aus Bremerhaven.

Außerdem war der Selbstverteidigungsaspekt nur ein Teil des Lehrgangs. Mit Elementen der traditionellen asiatischen Kampfkünste wurde den Teilnehmern unter anderem Selbstbewusstsein und ein besseres Körpergefühl vermittelt, das entscheidend zum allgemeinen Wohlbefinden beiträgt. Um die Integration von Menschen mit Behinderungen speziell im Bereich der Kampfkünste bemüht sich die Agathenburger Karateschule schon seit Jahren und leistet dabei an der Basis wertvolle Pionierarbeit. Über das gute Gelingen sowie das sehr harmonische Miteinander freute sich Gastgeber Norman Goly besonders. Er vermittelte später wichtige Grundtechniken aus dem Karatedo, der Meditation und der Selbstverteidigung für behinderte Menschen aus dem Sitzen heraus. Für die vielen teilnehmenden Rollstuhlfahrer waren sie echte Herausforderungen, die sie hervorragend umsetzten. Auch Dirk Tannert konnte wieder mit seinen Yoga- und Aikempo-Techniken sowie dem Bokken- Kampf (Stockschwert) überzeugen. Er hatte in der Vergangenheit in Potsdam wertvolle Erfahrungen im Umgang mit dem Stockschwert gesammelt und sie liebevoll mit in den Lehrgangsverlauf eingepflegt. So demonstrierte er eindrucksvoll, was man machen könnte, wenn es einem an den Kragen geht. Interessanten Selbstverteidigungsunterricht gab es vom Experten Holger Liedtke „Ein Angriff hat immer seine Vorzeichen“, erklärte er geduldig den Teilnehmern. In verschiedensten Partnerübungen konnten die Teilnehmer dann gemeinsam probieren und studieren. Das Seishin Shintai Kyokai Kampfkunstdojo Stade zählte mit seinen teilweise 27 Karatekas der Altersklasse 5 bis 55 zu der stärksten Gruppe und hatte sich wochenlang mit einem besonderen Programm auf dieses bedeutende Ereignis vorbereitet. Eine völlig neue Kata (Form) sollte unterrichtet werden. „Es ist sehr schwierig, den richtigen Ablauf zu gestalten, da jeder behinderte Kämpfer unterschiedliche Defizite und Stärken hat“, so Norman Goly. Trotz der Hürden konnte er alles planmäßig vermitteln und umsetzen. Dabei wurden wertvolle Erkenntnisse aus der Praxis neu aufgenommen, die zukünftig in weitere Projekte mit eingearbeitet werden. „Für Integrationsarbeit kann man nie genug tun“, erklärte Samtgemeindebürgermeisterin Hilke Harms bei ihrer Eröffnungsansprache. Sie war genauso wie der zweite Bürgermeister von Agathenburg, Klaus Kühnel, der Vorsitzende des Sportvereins Agathenburg-Dollern, Jens Komatowsky, sowie Vertreter der Sonderschulpädagogik eingeladen worden und machte sich ein ausführliches Bild über das Geschehen vor Ort. Besonders freuten sich alle darüber, einmal an japanischen Ritualen und der Meditation teilnehmen zu dürfen.

Beendet wurde das Lehrgangs-Wochenende mit partnerschaftlichem Randori (lockerer Kampf) und der bereits traditionellen, sehr beliebten simulierten Massenschlägerei Tai Chi Combat. Dabei kämpft jeder gegen jeden, ganz langsam und ohne sich dabei ernsthaft zu verletzen. „Es ist eine der wichtigsten integrativen Unterrichtseinheiten im Sinne des barrierefreien Budo an diesem Wochenende gewesen“, so Norman Goly. Ziel sei es dabei nicht nur Berührungsängste abzubauen, sondern auch besondere Kampftechniken auszuprobieren. Im Vordergrund stehe aber ganz klar der Spaß und sich mal so richtig auszutoben, egal wie alt man sei. Hier konnte man die Selbstbewusstsein- und gesundheitsfördernden Aspekte der Kampfkünste ganz genau erkennen, und es zeigte auch, dass Menschen mit verschiedensten Behinderungen sehr wohl in der Lage sind, sich nicht nur zu verteidigen, sondern unter anderem eine Kampfkunst zu erlernen, um dadurch auch den therapeutischen Wert für sich erfahrbar zu machen und zu gewinnen.

 
 
 

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